Vorwort

Sehr verehrte Patienten, liebe Männer,
Jedes Jahr erkranken mehr als 58.000 Männer in Deutschland neu an Prostatakrebs. Nach Lungen und Darmkrebs steht das Prostatakarzinom an dritter Stelle der krebsbedingten Todesursachen beim Mann. Dennoch nutzen nur rund 15 bis 20% der Männer die von den gesetzlichen Krankenkassen angebotenen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Diese Zahl reicht nicht aus; Frauen beteiligen sich an ihren Früherkennungsuntersuchungen viel häufiger.
Vielleicht ist es für Sie das erste Mal, dass Sie über eine Prostata-Früherkennungsuntersuchung nachdenken. Möglicherweise ist Ihnen der Gedanke fremd und etwas unangenehm. Das ist verständlich und doch haben Sie mit diesem Schritt bewiesen, dass Sie auf die Signale Ihres Körpers hören und Verantwortung für ihn übernehmen. Diese Broschüre möchte Fragen beantworten und das Gespräch mit dem Urologen ergänzen.
Bisher gibt es keine gesicherte Möglichkeit der Vorbeugung vor Prostatakrebs. Im Frühstadium verursacht dieser Tumor keine Beschwerden. Umso wichtiger ist deshalb die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung, um einen möglichen Krebs rechtzeitig zu erkennen. Die Heilungs- und Überlebenschancen sind dann am höchsten. Neun von zehn Männern müssen an einem früh erkannten Prostatakarzinom nicht versterben. Die Ursachen der Entstehung von Prostatakrebs sind bisher weitgehend ungeklärt. Erbliche Veranlagungen spielen wahrscheinlich eine Rolle.

