Der PSA-Test in der Diskussion

Aufgrund der aktuellen Datenlage geht man davon aus, dass durch die Früherkennung mit regelmäßigen PSA-Bestimmungen bei einem von ca. 1400 Männern der Tod an Prostatakrebs verhindert werden kann. Wie bei vielen Früherkennungsmaßnahmen sind sich die Experten über den Nutzen des PSA-Testes nicht einig. Kritiker sehen die mit der Durchführung eines regelmäßigen PSA-Testes verbundenen Risiken. Diese Risiken liegen nicht in der Untersuchung selbst, sondern in den negativen Konsequenzen (Folgeuntersuchungen, wie z.B. Biopsie und psychische Belastungen), die aus den evtl. auch falsch-positiven Untersuchungen (falscher Alarm!) gezogen werden. Ist die Diagnose Prostatakrebs gestellt, dann ist schwer zu entscheiden, welche Patienten sich einer Behandlung unterziehen sollten, und welche nicht.

Natürlich setzt man durch die Diagnose Prostatakrebs die betroffenen Männer einer hohen psychischen Belastung aus, aber um wieviel schwerer wiegt die Diagnose „unheilbar, weil zu spät erkannt“, wenn der Tumor zu spät entdeckt wird? Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS), die größte deutsche Patientenorganisation an Prostatakrebs erkrankter Männer und die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V., empfehlen die PSA-Untersuchung zur Früherkennung, auch wenn sie aus eigener Tasche bezahlt werden muss.

Bei Verdacht auf Prostatakrebs sind ggf. weitere Untersuchungen nötig (siehe folgende Seiten):

  • Ultraschall
  • Gewebeentnahme (Biopsie)