Allgemeine Risiken
Mögliche Komplikationen und Folgen der Operation
Der Vorteil der radikalen Prostataentfernung besteht in der Möglichkeit, die Krebserkrankung vollständig heilen zu können. Zusätzlich können durch die Operation möglicherweise bei einem weiteren Tumorwachstum auftretende Beschwerden und Komplikationen verhindert werden. Allerdings birgt diese Operation auch mögliche Komplikationsrisiken.
Zu den allgemeinen, aber seltenen Operationsrisiken gehören das Auftreten von Thrombosen, Embolien und Lungenentzündungen. Diesen wird durch geeignete Maßnahmen entsprechend vorgebeugt (Verwendung von Stützstrümpfen, medikamentöse Blutverdünnung, frühzeitige Bewegung, Krankengymnastik, Atemtherapie).
Grundsätzlich besteht bei jeder Operation die Gefahr einer Blutung bzw. Nachblutung. Diese können die Gabe von Blutkonserven erforderlich machen. Die Gabe von Blutkonserven erfolgt jedoch nur bei zwingender Notwendigkeit. Des Weiteren können nach jedem operativen Eingriff eine Infektion (Entzündung) oder Wundheilungsstörungen (Wundinfektionen) auftreten, die entsprechend behandelt werden müssen.
Durch die notwendige Entfernung der lokalen Lymphknoten werden Lymphbahnen unterbrochen, so dass es zu Lymphansammlungen im kleinen Becken (Lymphzyste) oder in den Beinen kommen kann. Diese Lymphansammlungen bedürfen jedoch nur einer weiteren Therapie, wenn sie Schmerzen verursachen oder das Wasserlassen behindern. Dieses ist sehr selten der Fall.

