Einleitung

Abb. 1: Ansicht der Organe im Beckenbereich

Die Prostata (Vorsteherdrüse) umgibt unterhalb der Harnblase die Harnröhre (Abbildung 1). In der beim jungen Mann etwa kastaniengroßen Drüse wird ein Großteil der Samenflüssigkeit gebildet, die beim Samenerguß durch Zusammenziehung der Prostata entleert wird. Bei vielen Männern kommt es im Laufe des Lebens zu einer Vergrößerung der Prostata (gutartige Prostatahyperplasie) mit entsprechenden Beschwerden beim Wasserlassen. Hierzu gehören ein abgeschwächter Harnstrahl, nächtliches Wasserlassen, Harnträufeln, ständiger Harndrang und das Auftreten einer Harnsperre. Einige dieser Symptome können auch Anzeichen einer bösartigen Prostatageschwulst (Prostatakarzinom = Prostatakrebs) sein. Das Prostatakarzinom macht sich bei vielen Männern jedoch nicht bemerkbar. Ein frühzeitig erkannter Prostatakrebs kann, wenn er die Organgrenzen noch nicht überschritten hat und er noch keine Absiedlungen in den benachbarten Lymphknoten oder in anderen Organen (z.B. Knochen) verursacht hat, durch die radikale operative Entfernung geheilt werden. Es ist deshalb von großer Bedeutung, dass der Krebs in einem frühen, auf die Prostata begrenzten Stadium entdeckt und operiert wird.