Dr. med. Wolfgang Loeser (08.09.2003)
Diäten, die nicht oder nur mit Einschränkungen empfohlen werden könnnen:
Budwig-Diät Öl-Eiweiß-Diät:
Diese Diät basiert auf einem Leinsamen/Nuss-Gemisch, das mit Quark zu einem Brei mit bestimmter Fettzusammensetzung verrührt wird. Ergänzt wird diese Mischung durch Sauerkraut-, Obst- und Gemüsesäfte. Wegen der Einseitigkeit und Unausgewogenheit nicht für Krebspatienten zu empfehlen.
Diät nach Krebs:
Eine rein vegetarische Diät ergänzt mit Vitamin A, C, B, E und Bauchspeicheldrüsenenzymen. Zusätzlich wird Amygdalin (blausäurehaltig) gegeben. Wegen der großen Gefahr der Blausäurevergiftung kann von dieser Diät generell nur abgeraten werden.
Krebskur total nach Breuss:
Während einer 42tägigen Fastenkur wird nur Saft aus roten Rüben, Sellerie, Rettich und Kartoffeln getrunken. Unter der Vorstellung, dass der Krebs nur von festen Speisen lebt, werden keinerlei feste Speisen aufgenommen. Vor dieser Diät kann nur gewarnt werden. Sie entbehrt jeder wissenschaftlichen oder empirischen Grundlage. Diese Fastenkur hungert nicht den Krebs aus, sondern schwächt den Krebspatienten gefährlich.
Leupolddiät:
Unter einer stark zucker- und stärkereduzierenden Diät wird den Patienten Insulin gespritzt. Wegen schwerer Nebenwirkungen ist diese Diät generell ungeeignet.
Makrobiotische Ernährung:
Diese Diät umfasst insgesamt sieben Stufen. Grundlage sind Getreideprodukte. In der Stufe 1 entspricht sie noch einer Vollwertkost, in der Stufe 7 werden nur noch Getreideprodukte aufgenommen und ist somit wegen der Unausgewogenheit nicht zu empfehlen. Wegen der Empfehlung der Flüssigkeitsrestriktion und dem Verzicht auf Salat und Obst auch nicht als Reduktionsdiät zu empfehlen.
