Gründung einer Selbsthilfegruppe
Auf dieser Seite sind Sie richtig, wenn Sie Unterstützung bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe brauchen oder nachlesen wollen, warum solche Gruppen so wichtig sind.
Möchten auch Sie eine Selbsthilfegruppe gründen und wissen nicht wie? Dann fordern Sie unsere kostenlose Broschüre „Wie gründe ich eine Selbsthilfegruppe“ an. Sie wird Ihnen mit wichtigen Tipps und Informationen als Starthilfe dienen. Dazu können Sie gleich unser Kontakt-Formular benutzen.
"Der beste Weg, andere an uns zu interessieren, ist der, an ihnen interessiert zu sein." (Emil Oesch)

Krankheitsbewältigung im Gespräch mit anderen Patienten in einer Patientengruppe sind eine sehr wichtige Unterstützung bei dem aktiven Umgang mit Ihrer Krankheit und bei der Lösung der durch sie entstehenden täglichen Probleme.
Niemand kann Sie medizinisch besser behandeln als Ihr Urologe, aber niemand kann ihre Nöte besser verstehen als andere Betroffene. So verstehen Patientengruppen ihre Arbeit nicht als Alternative zur medizinischen Behandlung, sondern als eine Ergänzung. Gerade in einer Zeit, in der wir immer stärker vereinsamen, in der traditionell gewachsene Unterstützungsstrukturen - wie die Familie oder die Nachbarschaft - sich immer mehr auflösen, bieten Patientengruppen einen Schutz gegen verschiedene, die Lebensqualität negativ beeinflussende Faktoren. Patientengruppen schützen vor Isolation, Einsamkeit und Passivität.
Vereinsamung entsteht nicht allein aus dem Fehlen der anderen. In der Regel handelt es sich hier um eine Wechselwirkung. Kranke oder alte Menschen treten von sich aus den Rückzug an, weil sie sich nutz- und hilflos fühlen. Sie glauben, den anderen bloß noch eine Last zu sein, und schränken so ihre Kontakte immer stärker ein. Ein passives Verhalten und die Vermeidung von Kontakten führen dann zu einer Situation, in der die täglichen Probleme immer größer werden. Zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität ist ein aktives Verhalten, Kontakt mit anderen und eine positiv-optimistische Grundhaltung notwendig. In einer Patientengruppe ergreifen Sie die Initiative. Die Gespräche in der Gruppe werden Ihnen helfen, für Ihre Gesundheit günstige Einstellungen und Verhaltensweisen zu entwickeln oder zu verstärken. Die Erfahrungen der anderen Betroffenen helfen Ihnen dabei. Patientengruppen schützen vor Unwissen und Ratlosigkeit.
Die Bewältigung einer Krebserkrankung hat nicht nur seelische und soziale Aspekte. Genauso wichtig wie die Wiederherstellung des inneren Gleichgewichtes und der Kontakt zu anderen Menschen sind umfangreiche Informationen zu den heute vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten. Wissen gibt Klarheit und hilft Ihnen dabei, Ihre Gesundheitsziele zu konkretisieren und zu verwirklichen. Dazu brauchen Sie Informationen von Ärzten, Psychologen, Krankengymnasten, Ernährungsberatern, Versicherungsfachleuten usw. Sicher können Sie sich vorstellen, dass es wesentlich einfacher ist, all die sich hier stellenden Fragen mit Hilfe einer Gruppe zu beantworten; z.B. indem die oben genannten Experten von Ihrer Patientengruppe als Referenten zu Informationsabenden eingeladen werden. So schützt die Mitarbeit in einer Patientengruppe vor Informationsdefiziten und hilft dabei, die zur Verfügung stehenden Hilfsmittel besser zu nutzen. Verschiedene Erfahrungen zeigen, dass Patientengruppen einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der Krebs-Nachsorge und bei der aktiven Verarbeitung der Krankheit leisten können.