Aktuelles zum risikoadaptierten Screening

Männer mit familiärer Vorbelastung sollten auch schon mit 45 Jahren zur Prostatakrebs-Früherkennung gehen. Das zeigen erste Daten der in Deutschland laufenden PROBASE-Studie, die beim Europäischen Urologenkongress (11. bis 15. März in München) vorgestellt wurden.

 

ProBase


Die PROBASE-Studie prüft bei 45-jährigen Probanden, ob ein risikoadaptiertes Screening Sinn macht und ab welchem Alter man es beginnen sollte. Prof. Dr. Peter Albers, Düsseldorf, stellte die ersten Zwischenergebnisse der Studie vor. Dabei handelte es sich um eine von Prof. Dr. Kathleen Herkommer vom Münchener PROBASE Studienzentrum ausgewertete Subgruppe an Studienteilnehmern, die einen familiären Hintergrund eines Prostatakrebses hatten. Das heißt, entweder der Vater oder der Bruder des Probanden war an Prostatakrebs erkrankt. Die Studienergebnisse ergaben – und bestätigten damit die Erkenntnisse anderer vergleichbarer Untersuchungen – dass diese Gruppe von Männern mit familiärer Vorbelastung tatsächlich ein erhöhtes Risiko hat, ebenfalls ein Prostatakarzinom zu bekommen. Das zeigt sich offenbar schon im Alter von 45 Jahren mit einem zwar nur leicht, in der klinischen Statistik
aber signifikant erhöhten PSA-Wert. Albers zufolge ist es zwar noch fraglich, welche Schlussfolgerungen aus den Studienergebnissen für die urologische Praxis gezogen werden können. Einig sind sich die Mediziner jedoch darin, dass ein 45-jähriger Mann, der weiß, dass sein Vater oder ein Bruder an Prostatakrebs erkrankt und gegebenenfalls sogar daran verstorben ist, unbedingt zeitnah zur
Früherkennung gehen sollte.


Quelle:

  • Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)