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Prostatakarzinom (Prostatakrebs)

Dieser bösartige Tumor geht meist von den äußeren Prostatadrüsen aus, wächst langsam und neigt zu Metastasen im Knochen. Er lässt sich mittels PSA-Test und Biopsie früh entdecken und dann oft heilen, zum Beispiel durch Operation (Prostatektomie) oder Bestrahlung. Später können andere Behandlungsverfahren helfen wie ein Androgenentzug (Hormontherapie).

Anatomie der Prostata

Lage der Prostata und ihrer Nachbarorgane

Häufigkeit

Prostatakrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Männern. Die Häufigkeit steigt mit dem Alter an, genauso wie die Zahl der unerkannten (latenten) Tumoren. Sie ist weltweit jedoch sehr unterschiedlich. Weiter zur Häufigkeit des Prostatakarzinoms.

Ursachen

Warum Prostatakrebszellen entstehen und sich manche zu einer lebensbedrohlichen Krankheit weiterentwickeln, ist unbekannt. Als Risikofaktoren gelten das Alter sowie hormonelle und genetische Faktoren. Weiter zu den Ursachen des Prostatakarzinoms.

Entstehung und Formen

Die meisten Tumoren entstehen in der so genannten peripheren Zone der Prostata und sind dort tastbar, wenn sie sich manifestieren. Sie können aber auch latent bleiben oder zufällig entdeckt werden. Weiter zu Entstehung und Formen des Prostatakarzinoms.

Wachstum und Ausbreitung

Prostatakrebs wächst so langsam, dass latente Tumoren als Frühformen gelten. Er greift zunächst lokal um sich, später sind Metastasen möglich, bevorzugt im Skelett. Die Ausbreitung wird mit dem TNM-System erfasst. Weiter zu Wachstum und Ausbreitung des Prostatakarzinoms.

T-Stadium im TNM-System bei Prostatakrebs

Lokale Ausbreitung (T-Stadium) eines Prostatakarzinoms.

Klassifikation

Das Einordnen des Tumor-Typs (Typing) ergibt sehr oft ein Adenokarzinom (Drüsenzell-Krebs). Dessen Malignität (Bösartigkeit) wird eingestuft (Grading) und am häufigsten als Gleason-Score angegeben. Weiter zur Klassifikation des Prostatakarzinoms.

Histologische Einstufung der Bösartigkeit von Prostatakrebs

Gleason-Grad zur Klassifikation von Prostatakrebs.

Krankheitszeichen

Im Frühstadium gibt Prostatakrebs keine eindeutige Warnung und verursacht allenfalls geringe, unbestimmte Symptome. Später kann es vor allem zu Beschwerden beim Wasserlassen und zu Knochenschmerzen kommen. Weiter zu Krankheitszeichen bei Prostatakarzinom.

Untersuchung

Nach der Basisdiagnostik folgen Tastuntersuchung, PSA-Bestimmung und Ultraschall. Sie erlauben nur einen Verdacht auf Prostatakrebs, so dass die Diagnose mittels Biopsie gesichert werden muss. Danach wird die Tumorausbreitung bestimmt. Weiter zur Untersuchung bei Prostatakarzinom.

Stadien und Prognose

Aus der Tumorausbreitung und der Biopsie ergibt sich das für die Prognose und Behandlungsplanung wichtige Tumorstadium. Die individuelle Prognose hängt von vielen Faktoren ab und kann mit Nomogrammen abgeschätzt werden. Weiter zu Stadien und Prognose des Prostatakarzinoms.

Behandlungsplanung

Die Standardtherapie richtet sich vor allem nach dem Tumorstadium. Jedoch sind bei der Auswahl des geeignetsten Verfahrens auch zahlreiche individuelle Faktoren sowie weitere Merkmale des Tumors zu berücksichtigen. Weiter zur Behandlungsplanung bei Prostatakarzinom.

Aktive Überwachung

Zunächst abzuwarten und erst bei Fortschreiten des Tumors zu behandeln, ist unter genau festgelegten Bedingungen eine Option bei lokal begrenztem Prostatakrebs, weil dieser oft nur sehr langsam wächst. Weiter zur aktiven Überwachung bei Prostatakarzinom.

Radikale Prostatektomie

Die Entfernung der Prostata kommt insbesondere bei lokal begrenztem Prostatakrebs ohne klinisch erkennbare Metastasen in Betracht. Es gibt verschiedene Operationstechniken, auch mit Schonung der Erektionsnerven. Weiter zur radikalen Prostatektomie bei Prostatakarzinom.

Strahlentherapie

Die perkutane Strahlentherapie und die Brachytherapie können bei lokal begrenztem Prostatakrebs ohne klinisch erkennbare Metastasen zum Einsatz kommen, erstere zudem bei einem lokal fortgeschrittenen Tumor, auch nach radikaler Prostatektomie. Weiter zur Strahlentherapie des Prostatakarzinoms.

Weitere lokale Therapie

Auch mit anderen Verfahren wie der Kryochirurgie und dem HIFU lässt sich Prostatakrebs lokal behandeln. Sie gelten als minimal invasiv, sind jedoch nicht Standard, sondern Gegenstand der Forschung. Weitere lokale Therapie des Prostatakarzinoms.

Abwartendes Beobachten

Vor allem bei älteren Patienten mit schweren Begleiterkrankungen kann es sinnvoll sein, auf eine belastende Tumortherapie zu verzichten und statt dessen Tumor-bedingte Beschwerden abzuwarten und diese palliativ (lindernd) zu behandeln. Weiter zum abwartenden Beobachten bei Prostatakarzinom.

Hormontherapie

Bei fortgeschrittenem Prostatakrebs kann eine der vielen Formen des Androgenentzugs helfen. Er erfolgt meist mit einem LH-RH-Analogon, manchmal in Kombination mit einem Antiandrogen. Weiter zur Hormontherapie des Prostatakarzinoms.

Krebsbehandlung durch Androgenentzug bei Prostatakrebs

Ansatzpunkte von Medikamenten zur Hormontherapie bei Prostatakrebs.

Chemotherapie

Die Behandlung mit Zytostatika wird in der Regel bei einem Hormon-unempfindlichen (hormonrefraktären) Prostatakrebs durchgeführt, der bereits Metastasen gebildet hat. Dazu kommen verschiedene Wirkstoffe infrage. Weiter zur Chemotherapie des Prostatakarzinoms.

Weitere systemische Therapie

Eine solche allgemeine Behandlung mit modernen Verfahren wie der Target-Therapie und der Immuntherapie kann bei Hormon-unempfindlichem Prostatakrebs versucht werden, jedoch nur im Rahmen von Studien. Weitere systemische Therapie des Prostatakarzinoms.

Unkonventionelle Behandlungsverfahren

Mit Verfahren wie der Ernährungstherapie, Phytotherapie, Homöopathie und Mind-Body-Medizin versucht man ebenfalls, ein Prostatakarzinom zu behandeln. Verwendet werden sie in der Regel ergänzend zu der konventionellen Therapie. Weiter zu den unkonventionellen Behandlungsverfahren bei Prostatakrebs.

Palliativmedizin

Die Linderung von Beschwerden und weitere Maßnahmen sollen einem Patienten mit unheilbarem, fortschreitendem Prostatakrebs ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, soweit und solange dies die Krankheit erlaubt. Weiter zur Palliativmedizin bei Prostatakarzinom.

Rehabilitation

Körper und Seele sollen sich von den Folgen des Tumors und seiner Therapie wie Harninkontinenz oder erektiler Dysfunktion erholen, unterstützt durch besondere Maßnahmen und oft während einer Anschlussheilbehandlung. Weiter zur Rehabilitation nach Prostatakrebs-Behandlung.

Nachsorge

Ziele der langfristigen Nachbetreuung sind, die Rehabilitation fortzuführen, den Behandlungserfolg zu überwachen und bei einem möglichen Fortschreiten des Prostatakarzinoms die weitere Therapie rechtzeitig einzuleiten. Weiter zur Nachsorge nach Prostatakrebs-Behandlung.

Vorbeugung

Zahlreiche Studien zur Prävention des Prostatakarzinoms lieferten teilweise recht widersprüchliche Ergebnisse. Als Empfehlung bleibt eine gesunde Lebensführung mit einer ausgewogenen, am besten mediterranen und asiatischen Kost. Weiter zur Vorbeugung gegen Prostatakrebs.

Früherkennung

Weil bei einem Prostatakarzinom im Frühstadium die Heilungschancen groß sind, sollen Männer schon ab 40 regelmäßig eine digitale rektale Untersuchung (DRU) und eine Bestimmung des PSA-Werts durchführen lassen. Weiter zur Früherkennung von Prostatakrebs.

Prostatakarzinom (Prostatakrebs)

Häufigkeit
Ursachen
Entstehung und Formen
Wachstum und Ausbreitung
Klassifikation
Krankheitszeichen
Untersuchung
Stadien und Prognose
Behandlungsplanung
Aktive Überwachung
Radikale Prostatektomie
Strahlentherapie
Weitere lokale Therapie
Abwartendes Beobachten
Hormontherapie
Chemotherapie
Weitere systemische Therapie
Unkonventionelle Behandlungsverfahren
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