Ernährung bei Krebs - Antworten. Hilfen. Perspektiven

Ernährung bei Krebs Was kann ein Betroffener selbst tun, wenn Tumor oder Behandlung seine gewohnte Ernährung stören? Die Antwort gibt der blaue Ratgeber 46 mit einem guten Überblick über das gesamte Thema und zahlreichen alltagstauglichen Empfehlungen.

Der Ratgeber wurde von der Deutschen Krebshilfe in Zusammenarbeit mit einem Ernährungsexperten erstellt. Der Schwerpunkt der Broschüre liegt auf allgemeinen Aspekten der Ernährung und auf gezielten Ernährungstherapien, um möglichen unerwünschten Folgen des Tumors beziehungsweise seiner Behandlung entgegenzuwirken sowie die Behandlung zu unterstützen.

Den Beginn bildet ein kurzes Kapitel darüber, wie es nach der Diagnose Krebs weitergeht: Der Umgang mit aufkommenden Sorgen, die Rechte als Patient und die drei wichtigsten Behandlungsformen Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie. Danach folgen zwei weitere kurze Kapitel, zunächst allgemein über die Ernährung bei Krebs und die Ziele der Ernährungstherapie, dann über mögliche Auswirkungen einer Krebserkrankung auf die Ernährung, sowohl durch den Tumor selbst als auch durch seine Behandlung.

Den Hauptteil der Broschüre machen praktische Empfehlungen aus: Zunächst kurz zur gesunden Ernährung allgemein, zur Ernährung in Abhängigkeit von der Situation des Kranken und zu Krebsdiäten. Dann ausführlich zur Ernährung bei Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Geschmacksstörungen sowie verschiedenen Beschwerden im Bereich von Mund und Magen-Darm-Trakt wie Übelkeit, Durchfall und Verstopfung. Anschließend folgen Empfehlungen für die Ernährung in besonderen Situationen, insbesondere nach Eingriffen am Magen-Darm-Trakt, sowie Ausführungen über die leichte Vollkost, Trinknahrung und verschiedene Nahrungsergänzungsmittel.

Den Abschluss bilden ein Kapitel über die Wechselwirkungen zwischen Ernährung und Psyche und über eine qualifizierte Ernährungsberatung, ein Abschnitt mit Hinweisen auf weitere Informationen und eine Vorlage für ein Ernährungstagebuch.

Die Broschüre besitzt eine gute Gliederung und enthält zahlreiche Listen und Tabellen. Sie ist deshalb sehr übersichtlich. Knapp, aber verständlich formulierte Texte machen sie zudem gut lesbar. Abbildungen finden sich nur vereinzelt, was bei dem Thema Ernährung aber nicht weiter stört. Ein Stichwortverzeichnis fehlt, Randbemerkungen und blau hervorgehobene wichtige Textstellen erleichtern jedoch das Auffinden der gesuchten Informationen.

Fazit

Als Ersatz für das Gespräch mit dem Arzt oder eine qualifizierte Ernährungsberatung kann dieser Ratgeber nicht dienen, ebenso wenig als Anleitung für eine professionelle Ernährungstherapie. Er ist vielmehr darauf ausgerichtet, was der von einer Krebserkrankung Betroffene selbst tun kann, wenn Tumor oder Behandlung seine gewohnte Ernährung stören. Hierzu erhält er neben einem Überblick über dieses umfassende Thema vor allem viele ausführliche Empfehlungen, die konkret und einfach umsetzbar, also alltagstauglich sind.

Die Broschüre kann von der Internetseite der
Deutschen Krebshilfe heruntergeladen (PDF, 1,8 MB) oder kostenlos angefordert werden bei:
Deutsche Krebshilfe e.V.
Buschstr. 32
53113 Bonn
E-Mail:deutsche@krebshilfe.de
Tel.: 0228/72990-0

Deutsche Krebshilfe Die blauen Ratgeber 46, Deutsche Krebshilfe 3/2011, 94 Seiten, Broschur, ISSN 0946-4816