Bei welchen Symptomen sollte ich zum Arzt?

Männer und Arztbesuche – ein grundsätzlich schwieriges Thema. Erst recht, wenn es darum geht, eine möglicherweise ernsthafte Erkrankung abklären zu lassen.

Wann zum Arzt?

Im Frühstadium des Prostatakrebses kommt es nur selten zu körperlichen Problemen. Diese treten meistens erst nach einiger Zeit auf und werden von den Betroffenen auch nicht immer mit einer möglichen Krebserkrankung in Verbindung gebracht.

Dazu kommt: Viele Männer gehen erst dann zum Arzt, wenn sie Schmerzen haben. Dabei gibt es einige Symptome, die zwar schmerzfrei sind, aber doch auf eine Prostataerkrankung hindeuten können. Diese muss zwar nicht immer bösartig sein – auch eine gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPS) kann zu ähnlichen Beschwerden führen – aber nur ein Arztbesuch bringt Klarheit. Insbesondere da auch beim Prostatakrebs gilt: Je früher er diagnostiziert wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung sowie auf den Erhalt der Lebensqualität trotz Krankheit.

Aus diesem Grund sollten Männer folgende Signale ihres Körpers ernst nehmen und einen zeitnahen Arztbesuch zur sicheren Abklärung planen:

  • vermehrter Harndrang, aber schwacher Harnstrahl,
  • geringere Urinmenge, Blut im Urin,
  • Schmerzen beim Wasserlassen,
  • Probleme oder Schmerzen bei der Erektion,
  • verminderter Samenerguss oder verändertes Ejakulat (glasklares, bräunliches oder blutiges Sperma),
  • schmerzhafte Prostata.

Ist der Krebs bereits fortgeschritten und hat zu Metastasen in Knochen geführt, können diese Schmerzen im unteren Rückenbereich oder im Becken auslösen. Und auch unspezifische Symptome, die auf den ersten Blick nicht mit der Prostata zusammenhängen, können durch eine Krebserkrankung bedingt sein. So wie ein deutlicher Gewichtsverlust ohne Stress oder einen entsprechenden Lebenswandel, wie Kalorienreduktion oder Sport oder veränderte und schmerzhafte Lymphknoten in Achsel, Leiste oder am Hals. Diese können Hinweis auf einen harmlosen Infekt, aber auch auf eine ernsthafte Krankheit sein. Umso wichtiger ist der Gang zum Arzt – lieber ein Mal zu viel...

Quellen:

Autorin: Anne Göttenauer, 30.08.2016