Risikofaktoren und Krebsentstehung

In jedem - auch gesunden - Menschen sind Krebszellen! Solange sein Immunsystem mit den Tumorzellen fertig wird, ist ein Lebewesen gesund. Überwinden in einem Organ die Tumorzellen die körpereigene Abwehr, entsteht ein Karzinom.

Neben einer genetischen Disposition sind Umweltfaktoren, Fehlernährung, Rauchen und Alkohol für die Karzinomentstehung verantwortlich. Treffen gleichzeitig verschiedene Risikofaktoren für ein Karzinom zusammen, erhöht sich das persönliche Krebsrisiko. Umso wichtiger ist hier die Prävention, die eine sinnvolle Ernährung einschließt. Die Rate an Magenkrebs ist in Deutschland rückläufig, gleichzeitig steigt die Häufigkeit von Brust-, Prostata-, Lungen- und Darmkrebs. Bestimmte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten stehen in Zusammenhang mit der Anzahl von Krebserkrankungen. Über 90% der Bronchialkarzinome sind auf den Tabakkonsum zurück zu führen. Übermäßiger Alkoholkonsum erhöht die Wahrscheinlichkeit für Karzinome des Mund- und Rachenraums, Speiseröhre, Magen und Leber.

Fehlernährung...
Unserer täglichen Fehlernährung, Alkohol und Nikotin kommen vermutlich der größte Stellenwert zu.

Ein Zuviel oder ein Zuwenig von verschiedenen Stoffen steht im Verdacht, krebsverdächtige Substanzen freizusetzen. Fehlernährung bedeutet nicht nur Überernährung und daraus resultierendes Übergewicht, ein Überfluss an Fett, Eiweiß, Alkohol u.a. ist genauso schädlich, wie ein Zuwenig.

Die Nahrung in den Industrieländern wird immer ballaststoffärmer. (Ballaststoffe sind Nahrungsbestandteile, die vom Körper nicht verdaut werden und mit dem Stuhl wieder ausgeschieden werden, z.B. pflanzliche Fasern) Ballaststoffärmere Kost verbleibt länger im Darmtrakt. Dadurch können u.a. kanzerogene Stoffe nicht schnell genug ausgeschieden werden. Manche Ballaststoffe können die Bildung von Kanzerogenen verhindern oder diese absorbieren.

Epidemiologie...
Epidemiologische Studien können bestimmten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten bestimmte Karzinomhäufigkeiten zuordnen. Daraus lassen sich auch Rückschlüsse auf eine sinnvolle Ernährung oder krebsfördernde Nahrungsmittel schließen.

Pflanzenschutzmittel, Nahrungsmittelzusatz...
In den Industrieländern stellen Pflanzenschutzmittel oder Nahrungsmittelzusatzstoffe auf Grund ständiger Kontrollen nur eine untergeordnete Rolle dar.

Kanzerogene...
Nitrosamine, Aflatoxine, Nitrate, Blei, Cadmium, Quecksilber, Benzpyrene und viele andere Stoffe, die im Tierexperiment kanzerogen sind, werden für den Menschen als potenziell krebserregend angesehen. Diese Stoffe sind auf Grund der geringen Konzentration weit weniger gefährlich für den Menschen, als falsche Ernährung. Die Aufnahme von Kanzerogenen ist jedoch auf ein Minimum zu beschränken.

Zuletzt aktualisiert: 11.02.2019