Therapie bei Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Die Wahl des geeigneten Therapieverfahrens beim Prostatakarzinom (Prostatakrebs) richtet sich maßgeblich nach dem Tumorstadium. Dabei stehen eine Vielzahl von Therapieoptionen zur Verfügung, die idealerweise in einem gemeinsamen Gespräch von Arzt und Patient festgelegt werden. Wir stellen sie Ihnen hier genauer vor.

Hormontherapie

Das Prostatakarzinom steht mit ca. 65.000 Neuerkrankungen/Jahr in Deutschland an erster Stelle der soliden bösartigen Erkrankungen (Robert-Koch-Institut Berlin 2017). Die verbesserte Diagnostik hat nicht zuletzt dazu beigetragen, dass heutzutage die meisten Prostatakarzinome in einem frühen, organbegrenzten Stadium entdeckt werden und damit kurativ behandelt werden, d. h., die Patienten geheilt werden können.

Dennoch ist in den letzten Jahren eine Stadienverschiebung eingetreten zu aggressiveren, lokal und systemisch fortgeschrittenen Prostatakarzinomen.

Bei fortgeschrittenem Prostatakrebs kann eine der vielen Formen des Androgenentzugs helfen. Er erfolgt meist medikamentös mit einem LH-RH-Analogon, manchmal in Kombination mit einem Antiandrogen.

Rehabilitation nach Prostatakrebs-Behandlung

Nach einer Therapie des Prostatakrebses hat der Patient, gesetzlich geregelt, in Deutschland Anspruch auf eine Anschlussheilbehandlung (AHB) im Sinne einer Rehabilitationsmaßnahme. Ziel ist, Körper und Seele sollen sich von den Folgen des Tumors und seiner Therapie wie Harninkontinenz oder Erektionsstörungen erholen, unterstützt durch besondere Maßnahmen und oft bereits während einer Anschlussheilbehandlung.