Broschüren-Neuauflage: Die Prostatastanzbiopsie

Der überarbeitete Leitfaden dient der Vorbereitung auf eine Probeentnahme aus der Prostata: Mit ausführlichen Informationen über deren Sinn und mögliche Konsequenzen sowie mit einem Fragebogen und einer Einverständniserklärung.

Ergeben die Tastuntersuchung der Prostata (DRU) oder die Bestimmung des PSA im Blut einen auffälligen Befund, steht die Entscheidung über eine Prostatabiopsie an. Zur Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Arzt informieren G. Pühse und A. Semjonow zunächst über die Prostata und Risikofaktoren für Prostatakrebs. Danach erklären sie die Wichtigkeit der Früherkennung und die Besonderheiten dieses Tumors.

Der Schwerpunkt der Broschüre ist die heute standardmäßig verwendete Probeentnahme aus der Prostata, die Prostatastanzbiopsie. Ihre Durchführung wird genau beschrieben und mit Abbildungen verdeutlicht. Genau so ausführlich stellen die Autoren dar, wie die Proben weiter untersucht werden und was der Befund zur Therapieplanung beitragen kann.

In weiteren Abschnitten wird dann erklärt, welche vorbereitenden Maßnahmen nötig sind, zum Beispiel bezüglich der Einnahme von Medikamenten, welche Komplikationen auftreten können und was nach der Biopsie zu beachten ist. Damit der Arzt Gefahren rechtzeitig erkennen und ausschalten kann, ist der Broschüre ein Fragebogen zum Gesundheitszustand beigeheftet. Zudem sind ein Fragebogen zum Wasserlassen (Prostata-Symptomen-Score) und eine Einverständniserklärung enthalten. Adressen, unter denen weitere Informationen zu erhalten sind, bilden den Schluss der Broschüre. Sie können sie hier online lesen, herunterladen oder kostenlos anfordern.

Broschüren-Neuauflage: Die Radikaloperation der Prostata beim Prostatakarzinom

Bereits in der sechsten Auflage der Broschüre stellen die Autoren die radikale Prostatektomie genau dar, die häufigste Operation bei Prostatakrebs, samt möglicher Risiken und Folgen.

Die radikale Prostatektomie ist eine der Möglichkeiten, Prostatakrebs zu behandeln (Näheres in der Rubrik „Therapie bei Prostatakrebs“ unter radikale Prostatektomie). Dieses Thema haben die drei Urologen der Universitäten Münster und Witten/Herdecke – G. Pühse, L. Hertle und S. Roth – in ihrem Leitfaden für Patienten ausführlich, verständlich und mit zahlreichen Bildern anschaulich aufbereitet.

Den ersten Abschnitt bilden Erläuterungen zur Diagnosestellung mithilfe der Voruntersuchungen, der PSA-Wert Messung und der Prostatabiopsie. Denn diese sind wichtig für die Bestimmung der Tumorausbreitung und damit für die Planung der Operation. Danach findet sich eine genaue Beschreibung der Operation und der ersten Tage danach.

Besonders ausführlich ist die Darstellung möglicher allgemeiner und spezieller Risiken der Operation, beispielsweise unwillkürlicher Urinverlust (Harninkontinenz) und die Beeinträchtigung der Erektion (erektile Dysfunktion). Dabei wird erklärt, warum diese entstehen können und wie sie sich behandeln lassen.

Ein weiteres Hauptthema sind Sonderfälle, die zum Beispiel erst während oder nach der Operation erkannt werden: Der Befall von Lymphknoten und der Tumordurchbruch durch die Prostatakapsel. Ihr Einfluss auf den Operationsverlauf und die in diesen Fällen möglichen Therapiemethoden werden genau erläutert, insbesondere die Hormontherapie.

Hinweise zur Tumornachsorge runden die Broschüre ab. Sie können sie hier online lesen, zum Ausdrucken herunterladen oder kostenlos anfordern.

Broschüren-Neuauflage: Methoden der Strahlentherapie beim Prostatakarzinom

Dieser Leitfaden für Patienten informiert auch in der vierten Auflage mit ausführlichen Texten und zahlreichen Abbildungen über die verschiedenen Bestrahlungsformen bei Prostatakrebs und deren mögliche Nebenwirkungen.

Die Strahlentherapie ist eine der Möglichkeiten, Prostatakrebs zu behandeln (Näheres in der Rubrik „Therapie bei Prostatakrebs“ unter Strahlentherapie). Dieses komplizierte Thema haben der Strahlentherapeut Professor Wiegel und der Urologe Professor Schrader in einem Leitfaden ausführlich, aber verständlich und mit vielen Bildern anschaulich aufbereitet.

Nach einer Einleitung über die Prostata und ihre Erkrankungen folgt ein kurzer Abschnitt über spezielle Untersuchungen, mit denen man die Ausbreitung eines Prostatakarzinoms feststellt. So lässt sich das weitere Vorgehen bei der Strahlentherapie planen.

Den Schwerpunkt bilden die drei Hauptformen der Strahlentherapie, die Schritt für Schritt beschrieben werden: Die perkutane Strahlentherapie (Bestrahlung durch die Haut) mit ihren verschiedenen modernen Techniken, die permanente Seedimplantation sowie die Afterloading-Therapie (dauerhaftes bzw. vorübergehendes Einbringen von Strahlungsquellen in die Prostata; LDR- bzw. HDR-Brachytherapie). Die Autoren verdeutlichen den Ablauf anhand zahlreicher Abbildungen und mit Angaben zu Anzahl und Dauer der ambulanten und stationären Termine.

Ein weiteres Thema sind Sonderfälle bei fortgeschrittenem Prostatakrebs: Dargestellt wird, warum und wie Bestrahlungen der Lymphabflusswege, nach Radikaloperation, in Kombination mit einer Hormontherapie, mittels Protonen (Teilchen aus Atomkernen) sowie mit Bildunterstützung durchgeführt werden.

Im letzten Abschnitt geht es um mögliche Folgen und Komplikationen der Strahlentherapie, zum Beispiel Entzündungen oder eine Beeinträchtigung der Erektion. Ihre Einteilung in Akut- und Spätreaktionen und die weitere Behandlung werden ebenso erklärt wie das, was Sie selbst zur guten Verträglichkeit der Strahlentherapie beitragen können.

Mit Hinweisen zur Tumornachsorge, zur Anschlussheilbehandlung, zur Prostatakrebs-Leitlinie, zu Selbsthilfegruppen und zur Deutschen Krebshilfe schließt die Broschüre. Sie lässt sich übrigens auch herunterladen, um sie auszudrucken und in Ruhe zu studieren.

Neue Broschüre zur Früherkennung von Prostatakrebs

In seiner Broschüre bezieht der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) Stellung zur Prostatakrebs-Früherkennung, insbesondere zum PSA-Test: Unverzichtbar gegen eine ansonsten tödliche Gefahr.

Unter fachlicher Beratung durch den Urologen Professor Wirth entstand eine 20-seitige Übersicht über die Methoden zur Früherkennung des Prostatakarzinoms, die Tastuntersuchung (DRU) und den PSA-Test, außerdem über die Prostatabiopsie und bildgebende Verfahren.

Vor allem der PSA-Test wird genau dargestellt. So werden seine Aussagekraft im Zusammenhang mit dem gebräuchlichen Grenzwert von 4,0 ng/ml ausführlich besprochen und die Kritikpunkte an dem Test diskutiert. Ebenfalls nicht zu kurz kommen die Spezialwerte wie der PSA-Quotient (freies PSA), die PSA-Anstiegsgeschwindigkeit (PSA-V), die PSA-Verdoppelungszeit (PSA-VZ, PSA-DT) und die PSA-Dichte (PSA-D).

Empfehlungen des BPS, ein kleines Glossar und weiterführende Hinweise runden die Broschüre zu einem Ratgeber für alle Männer ab. Sie sollen mit diesen Informationen zu einem frühzeitigen und regelmäßigen Prostata-Check ermutigt werden, damit ein möglicher Prostatatumor früh erkannt wird und sie die dann große Chance auf Heilung nicht verpassen.

Broschüren-Neuauflage: Prostatakrebs – Ein Ratgeber und Therapiebegleiter für Betroffene

„Die Diagnose Krebs erzeugt Ängste und Verunsicherung.“ Der beste Weg, dem zu begegnen, ist, die Erkrankung von allen Seiten kennenzulernen. Diesem Zweck dient diese Broschüre, mittlerweile in der neunten Auflage.

Im Vorwort mit dem Titel „Warum ausgerechnet ich?“ weisen die Autoren, Professor Lothar Weißbach und das Institut für Didaktik in der Medizin, weiter darauf hin, dass umfassende Information die Grundlage für die Mitentscheidung über die richtige Behandlung ist.

So stellen sie zunächst dar, welche Faktoren an der Entstehung von Prostatakrebs mitwirken, wozu die Prostata dient und mit welchen Untersuchungen der Krebs diagnostiziert wird (Abtasten, PSA-Test, Ultraschall, Biopsie, Metastasen-Suche). Dann folgt ein ausführlicher Abschnitt über die Faktoren, die das tumorbedingte und das individuelle Risiko und damit die Behandlung bestimmen

Die verschiedenen Vorgehensweisen bei Prostatakrebs sind ein weiterer Schwerpunkt der Broschüre: Aktive Überwachung (engl. active surveillance), langfristiges (abwartendes) Beobachten (engl. watchful waiting), Operation oder Bestrahlung im Frühstadium sowie Hormontherapie bei einem weiter fortgeschrittenen Tumor. Ihre Vor- und Nachteile werden genauso besprochen wie die Bedingungen, unter denen sie in Frage kommen.

„Was kommt nach den Behandlungen?“ ist ein weiteres, anderswo oft vernachlässigtes Thema. Hier finden sich ein Überblick über die Rehabilitation und Krebsnachsorge sowie wichtige Gedanken über die Rückkehr in den Alltag.

Besonders hervorzuheben sind die klaren, informativen Zeichnungen im Text und als Schautafeln im Anhang. Sie verdeutlichen, wovon die Rede ist. Ganz nach dem Motto: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Ein kleines urologisches Wörterbuch, nützliche Adressen sowie Tipps für Bücher und Broschüren runden den Ratgeber ab. Sie können ihn hier online lesen oder auch zum Ausdrucken herunterladen.

Patientenratgeber lokal begrenztes Prostatakarzinom

Ausführliche und aktuelle Informationen über Prostatakrebs, der die Organgrenzen noch nicht überschritten hat, liefert diese Broschüre, die auf Basis der neuen Leitlinie für Ärzte entstanden ist.

Im September 2009 erschien die lang erwartete S3-Leitlinie für Ärzte zur Früherkennung, Diagnose und Therapie des Prostatakarzinoms (wir berichteten, s. Neue Prostatakrebs-Leitlinie). Sie enthält das beste zur Zeit vorhandene Fachwissen über Prostatakrebs. Um dieses medizinischen Laien besser zugänglich zu machen, haben Ärzte und Patientenvertreter aus verschiedenen Organisationen die Leitlinie in eine allgemein verständliche Sprache übersetzt und um Hintergrundinformationen ergänzt. Während der zweite Teil noch auf sich warten lässt, ist der erste in seiner endgültigen Fassung bereits erschienen:

Der Ratgeber „Prostatakrebs I – Lokal begrenztes Prostatakarzinom“ bietet auf 90 Seiten das aktuelle Wissen über ein Karzinom, das sich noch nicht über die Prostata hinaus ausgebreitet hat. Neben den Untersuchungen werden vor allem die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten ausführlich beschrieben. Zusammen mit vielen weiteren Informationen ermöglicht der Ratgeber dem Betroffenen, seinem Arzt die richtigen Fragen zu stellen und gemeinsam mit ihm in Ruhe die Entscheidung zur am besten geeigneten Behandlung zu treffen. Mehr darüber lesen Sie in unserer Buchbesprechung.