Prostatakarzinom, Hormonbehandlung (06.07.2016)

Frage:

Seit der Hormonbehandlung seit 2010 ist eine Raumgewinnung der Tumor in Richtung After festgestellt. Es besteht die Gefahr, dass es zu Darmverstopfung kommen. Ist eine künstliche Darm eine Option. Wie funktioniert diese?

Antwort:

Sie erhalten seit 2010 eine Hormonbehandlung -ich gehe davon aus wegen eines Prostata-Tumors , der trotz dieser Behandlung weiterwächst in Richtung After.
Ausgehend von meiner langjährigen Erfahrung aus der Klinik ist mir kein Fall erinnerlich,
daß wir wegen eines fortschreitenden Prostatatumors eine Darmverlegung zur Umgehung des Afters operativ anlegen mußten.
Die Verstopfungserscheinungen können auch Nebenwirkung der medikamentösen Behandlung sein ,sodaß ich zu einer leichten Kost ohne schwerverdauliche Bestandteile rate im Sinne einer mediterranen Kost mit dem Ziel , täglich Stuhlgang zu haben.
Auch kann es sein, daß der Tumor sich doch weiter ausbreitet ,da er nach über 5 Jahren Hormontherapie hormon-unempfindlich geworden ist und man ggf. eine andere medikamentöse Behandlung anstreben sollte
.All' diese Überlegungen sollten Sie in die Beratung mit Ihrem behandelnden Urologen einbeziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof.Dr.H.Heynemann
FA f.Urologie

Zuletzt aktualisiert: 07.05.2018