PSA Kontrollintervalle bei Früherkennung von Prostatakrebs

Wenn bei der ersten PSA-Wertbestimmung ein Wert < 1,0 ng/ml festgestellt wird, reicht es aus, diesen nach vier Jahren erneut zu kontrollieren.

Bei PSA-Werten zwischen 1,0 bis 2,0 ng/ml wird eine Kontrolle in zweijährlichem Abstand empfohlen. Bei Werten zwischen 2,0 bis 4,0 ng/ml sollte eine jährliche Kontrolle des PSA-Wertes erfolgen.

Im Falle eines PSA-Wertes > 4,0 ng/ml sollte nach Erstbestimmung dieser nach 4-6 Wochen  erneut kontrolliert und gegebenenfalls eine weitere urologische Diagnostik eingeleitet werden.

Prostatakrebs auch ohne PSA-Anstieg

In seltenen Fällen kann auch Prostatakrebs ohne Anstieg des PSA-Wertes auftreten. Hiermit erklärt sich, dass die Untersuchung der Prostata vom After her nach wie vor sehr wichtig ist, zumal auf diese Weise eine Veränderung der Prostata tastbar ist und Hinweis für eine bösartige Veränderung sein kann, auch wenn das PSA nicht angestiegen ist. Die weitere Diagnostik sollte fachurologisch erfolgen.

Wann zur Prostatakrebs Früherkennung?

Bei Männern, die eine Früherkennung zum Prostatakarzinom wünschen, wird diese ab dem 45. Lebensjahr empfohlen. Sie beinhaltet die Bestimmung des PSA (Prostata-spezifisches Antigen) im Blut durch eine Blutentnahme und die Erstuntersuchung der Prostata durch  Tasten vom After her (rektale Untersuchung). Bei Männern, in deren Familien (Bruder, Vater, Onkel etc.)  Patienten an Prostatakrebs erkrankt waren oder sind, wird diese Früherkennung bereits ab dem 40. Lebensjahr empfohlen. Die Aufklärung zur Früherkennung  mit ihren Vor- und auch Nachteilen, wie auch die Untersuchung sollten von einem Urologen durchgeführt werden.