Prostatakarzinom (Prostatakrebs)

Entsprechend der demographischen Entwicklung in Deutschland ist zwischen 2010 und 2020 von einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um mindestens 20 % auszugehen.

Der Prostatakrebs geht meist von den äußeren Prostatadrüsen aus, wächst langsam und neigt zu Metastasen (=Tochtergeschwülste in anderen Körperteilen) in Lymphknoten und Knochen. Er lässt sich mittels digitaler (=mithilfe des Fingers), rektaler (= im, durch den Mastdarm erfolgend) Untersuchung (DRU), PSA-Test, transrektalem (durch den Mastdarm erfolgenden) Ultraschall  und Biopsie (Untersuchung von Gewebe, das entnommen wird) früh entdecken und dann oft heilen, zum Beispiel durch Operation (Prostatektomie) oder Bestrahlung. Später können andere Behandlungsverfahren helfen, wie eine systemisch medikamentöse Behandlung durch Androgenentzug (Hormontherapie). Als Androgene werden die Hormone bezeichnet, die die Entwicklung der männlichen Geschlechtsmerkmale steuern.