MRT (Magnetresonanztomographie)

Englisch: magnetic resonance imaging (MRI). Selten verwendet: magnetic resonance tomography (MRT)

Verfahren zur Anfertigung von Schichtaufnahmen (Tomographie) unter Ausnutzung der Magnetresonanz der Atomkerne.

Synonyme für letzteres sind NMR (Nuklearmagnetresonanz, engl. nuclear magnetic resonance) und Kernspinresonanz. Deshalb bezeichnet man die MRT auch etwas sperrig als Kernspinresonanztomographie.

Technisch gesehen werden bei der MRT die Atomkerne von Wasserstoff im Körper durch einen sehr kurzen Magnetimpuls innerhalb eines starken Magnetfelds gleich ausgerichtet. Bei ihrer Rückkehr in den Ausgangszustand senden sie elektromagnetische Wellen aus, die gemessen werden. Die Messwerte können dann mit Hilfe eines Computers in Schnittbilder verschiedener Richtung umgerechnet werden. Sie geben die Wasserstoffverteilung im Körper wieder und damit die Dichte der verschiedenen Gewebe. Eine Strahlenbelastung ist mit der MRT also nicht verbunden.

Ähnlich wie bei der Computertomographie (CT) sind bei der MRT die Spulen zur Erzeugung und Messung der Magnetfelder um den Patienten herum angeordnet und bewegen sich kreisförmig um ihn. Jedoch ist der Kreis enger und die Bewegung mit lauten Geräuschen verbunden, was auf manche Patienten beängstigend wirkt. Auch dauert die Untersuchung länger und eignet sich nicht für Patienten mit magnetisierbaren Metallteilen im Körper (z.B. Herzschrittmacher).

Die MRT dient wie die CT beim Prostatakarzinom vor allem zur Suche nach Absiedelungen (Metastasen), zum Beispiel in Lymphknoten und Knochen.