Urethra

Harnröhre.

Die Urethra besteht aus Schleimhaut, umgeben von nur sehr wenig Muskulatur, und ist beim Mann etwa 20cm lang. Sie beginnt am Hals der Harnblase, genauer am Harnblasenschließmuskel (innerer, unwillkürlicher Schließmuskel), durchzieht die Prostata, wo auf dem Samenhügel die beiden Spritzkanälchen einmünden, und tritt dann durch den Beckenboden (s. auch in der Rubrik „Prostata“ unter Anatomie der Prostata). Dort wird sie vom Harnröhrenschließmuskel umschlossen (äußerer, willkürlicher Schließmuskel). Anschließend verläuft sie bis zu ihrem äußeren Ende durch den Penis (männliches Glied), umhüllt vom Harnröhrenschwellkörper, der auch die Eichel bildet (s. unter Erektion).

Beim Mann hat die Urethra zwei Funktionen: Sie leitet zum einen bei der Miktion (Wasserlassen) den Urin aus der Harnblase und zum anderen bei der Ejakulation (Samenerguss) das Sperma nach außen (s. auch in der Rubrik „Prostata“ unter Funktionen der Prostata).

In die Urethra münden außer der Prostata noch zahlreiche kleinere Drüsen, die in ihrer Umgebung liegen. Zum Teil wird ihr Sekret ebenfalls dem Sperma beigemischt. Eine Entzündung dieser Drüsen kann Beschwerden verursachen und wird oft von einer Urethritis (Harnröhrenentzündung) ausgelöst.