Adjuvant

Unterstützend (von lat. adiuvare = helfen, unterstützen)

Adjuvans: Hilfsstoff. In Medikamenten unterstützen Adjuvanzien die Wirkungen der eigentlichen Wirkstoffe. Sie können zum Beispiel die Wirkung eines Impfstoffs verstärken oder die Aufnahme eines Wirkstoffs in den Körper verbessern.

Adjuvante Therapie: Unterstützende Behandlung. Meist verwendet im Zusammenhang mit der Behandlung bösartiger Tumoren, und zwar für eine Therapie, die die hauptsächliche Behandlung unterstützt. Dabei unterscheidet man nach dem Zeitpunkt ihres Einsatzes:

  • Neoadjuvante Therapie: Sie beginnt schon vor der hauptsächlichen Behandlung
  • Konkomitante (begleitende) Therapie: Sie erfolgt während der hauptsächlichen Behandlung
  • Adjuvante Therapie: Sie beginnt nach der hauptsächlichen Behandlung. Je nach Zusammenhang bezeichnet man als adjuvante Therapie also entweder jegliche Form der unterstützenden Behandlung oder nur diejenige, die nach der hauptsächlichen Behandlung beginnt.

Beispiele für adjuvante Therapien bei der Behandlung von Prostatakrebs sind die Strahlentherapie und Hormontherapie bei Prostataoperation (s. in der Rubrik „Wissen“ im Abschnitt „Prostatakarzinom“ unter radikale Prostatektomie) sowie die Hormontherapie bei Bestrahlung (s. in der Rubrik „Wissen“ im Abschnitt „Prostatakarzinom“ unter Strahlentherapie).