Strahlentherapie

Abkürzungen: ST, RT (Radiotherapie, engl. radiotherapy, radiation therapy)

Teilgebiet der Radiologie, das die Anwendung von Strahlen zur Behandlung beinhaltet, im engeren Sinne die Anwendung von ionisierenden Strahlen (s. Radioaktivität) zur Behandlung bösartiger Tumoren, beispielsweise mit Röntgenstrahlen oder Gammastrahlen.

Ziel der Strahlentherapie ist, die Tumorzellen möglichst stark zu schädigen und gleichzeitig das umliegende gesunde Gewebe so gut wie möglich zu schonen. Dies lässt sich mit verschiedenen Methoden erreichen, zum Beispiel bei der perkutanen Strahlentherapie durch eine Bestrahlung von außen (perkutan = durch die Haut) oder bei der Brachytherapie durch Einbringen eines radioaktiven Stoffes direkt in das Zielgebiet.

Die perkutane Strahlentherapie nennt man auch Teletherapie (von griech. telos = fern) oder externe Strahlentherapie (engl. external beam radiotherapy, external body radiation therapy, EBRT). Sie erfolgt heute als so genannte dreidimensionale konformale Strahlentherapie (dreidimensionale conformale Radiotherapie, engl. three-dimensional conformal radiotherapy, 3D-CRT). Zum Schutz der Haut und anderer Organe wird dabei das Ziel aus verschiedenen Richtungen mit jeweils dem Ziel angepassten Feldgrenzen bestrahlt. Wenn innerhalb dieser Felder zusätzlich die Strahlendosis verändert wird, spricht man von einer intensitätsmodulierten Strahlentherapie (intensitätsmodulierte Radiotherapie, engl. intensity-modulated radiotherapy, IMRT). Deren neueste Technik mit unterbrechungsfreiem Richtungswechsel heißt VMAT (engl. volumetric modulated arc therapy).

Ausführliche Informationen hierzu in der Rubrik „Wissen“ im Abschnitt „Prostatakarzinom“ unter Strahlentherapie.